Bericht: Zeitreise Hagen 2018

 

Steampunk – Gruppenbild Foto: Stefan Holzhauer

Zum dritten Mal lud das LWL – Freilichtmuseum Hagen in Kooperation mit Ananchronika und dem Amt für Ætherangelegenheiten, am Sonntag den 02.09.2018, zur Zeitreise ein. Bei Kaiserwetter konnte man nicht nur das regulär geöffnete Museum mit seiner Dauer- und Sonderausstellung besuchen, sondern zusätzlich auf dem oberen Marktplatz ein besonderes Schauspiel aus wundervoll gekleideten Menschen, skurrilen Apparaturen in historischen Gemäuern genießen.

Gleich zur Eröffnung gab es das erste Highlight des Tages, die Vorstellung der deutschen Ausgabe des „Steampunk – Handbuch für Monsterjäger“ von Tyson Vick, übersetzt von Anja Bagus und Anne Amalia Herbst.

von links nach rechts Nadine Reuter (Lysandra Books Verlag), Anja Bagus (Autorin), Clara Lina Wirz (Anachronika), Melanie Gmerek (Fotografin) Foto: Stefan Holzhauer

 

Eingefügt in die Kulisse des Museums konnten die Besucher allerlei sehenswerte, wunderliche und fantastischen Bauten in den Austellungen vom Wupperdampf Laboratorium und den Ruhrwerken, sowie Steampunk im Modell, Vorwärts in die Vergangenheit, Des Mortimers Kunst bestaunen. Steampunk Design lud ein Mal pro Stunde zur spektakulären Präsentation der Teslaspule. Musikalische Darbietungen gab es vom Salontenor Daniel Malheur mit seinem Monokelpop, Graaf Hieronymus van de Dampmolen (Steampunkies Warenhaus) und Drehorgeleinlagen vom Lesebär. Auch der Beamtenchor hab sich die Ehre für ein kurzes Intermezzo. Derwischan zeigte den Zuschauern tänzerisch eine steampunkige Version von 1001 Nacht.

Der Lesebär Foto: Stefan Holzhauer
Daniel Malheur Foto: Stefan Holzhauer
Derwischan Foto: Stefan Holzhauer

 

Zu den museumseigenen Erzeugnissen, wie handgerollte Zigarren, frisch gerösteter Kaffee, Obstbrände aus der Museumsbrennerei, Halbleinenstoffe aus der eigenen Blaufärberei und vieles mehr, konnte man an diesen Tag auch noch allerlei verschiedener Waren der Steampunkhändler erwerben.

Besonders Kinder hatten großen Spaß beim Salutschießen der Blubberbrigade unter dem Kommando der Käpt’n R. Eisenblätter und Käpt’n Black. Zum Schutz der Wolkenkraken wurde geblubbert, was das Zeug hielt.

Die Blubberbrigade Foto: Stefan Holzhauer

 

Die Veranstaltung bot ein vielfältiges und umfangreiches Programm für Jung und Alt in einer historischen Fachwerkkulisse. Die verschiedenen Spielarten des Steampunks lockten an diesem Tag so viele Besucher auf das Museumsgelände, dass es zwischenzeitlich zu Parkplatzproblemen führte, bei der ansonsten so gut geplanten Veranstaltung kam. Die Veranstalter versprechen für das nächste Jahr eine Lösung und so werden wohl auch im kommenden Spätsommer (1. September 2019) wieder viele Begeisterte auf Zeitreise im LWL-Freilichtmuseum Hagen gehen.

Veranstaltungshomepage
Gesichtsbuchseite