GGG: Mortal Engines – Steam Brew – Harley Benton BJU-15Pro

GGG steht für „Gesehen, Gelesen, Gehört“ und soll euch einen kleinen Einblick gewähren, wo sich unsere Autoren privat  so rumtreiben. Immer Montags wird hier von den „G“s berichtet, wobei diese auch gegen „Gefunden, Gespielt, Genäht“ oder ähnliches ausgetauscht werden können. Die hier wiedergegeben Meinungen spiegeln ausschließlich die der Autoren wieder und entsprechen nicht zwangsläufig denen der Redaktion.

Diese Woche: Thorsten Armbrüsters Gesehen – Getrunken – Gekauft


Gesehen: Zweiter offizieller Trailer „Mortal Engines: Krieg der Städte“

Gewaltige auf Kettengliedern fahrende Raubstädte, eine bedrückende und gleichzeitig berauschende Dystrophie sowie Hugo Weaving (#fanboy) als machtbesessener Dispute. Er ist da der zweite offizielle Trailer zu Peter Jacksons „Mortal Engines: Krieg der Städte“.

Filmposter Mortal Engines, © Universal Pictures International

Bereits nach der Veröffentlichung des ersten offiziellen Teasers im Dezember letzten Jahren auf Peter Jacksons Social Media Kanälen war ich gefangen, hatte es doch die Verfilmung des ersten Teils der vierteiligen Steampunk-Romanreihe von Philip Reeves Mortal Engines (Predator Cities quartet) ganz geschafft, während seiner Produktion heimlich an mir vorbei zu schleichen. Für die Regie des filmischen Monuments gewann Jackson den neuseeländischen Regisseur Christian Rivers, mit dem er bereits 2005 seine eigene Interpretation des Klassikers King Kong zum Leben erweckte.

Wir schreiben einen eine düstere Zukunft. Eine globale Katastrophe hat die Menschheit und mit ihr die Welt wir sie kennen fast an den Untergang getrieben. Aus der Asche des Alten erhob sich eine neue Gesellschaftsform, eine Neuordnung in der es heißt: Fressen oder gefressen werden. Ein Krieg um Rohstoffe und Nahrung und Wasser. Bis dahin scheint die Geschichte recht bekannt und oft zum Mittelpunkt unzähliger Romane und Filme geworden zu sein. Wären da nicht fahrendende Städte, vor allem das gewaltige London, welche die Jagd auf schwächere mobile Siedlungen ausgerufen haben, um sie sich selbst zu verinnerlichen. Auf und in ihnen bildete sich eine neuviktorianische Gemeinschaft, die nur noch eine wage Vorstellungen von dem Leben vor der alles zerstörenden Katastrophe besitzt, lebendig gehalten durch Relikte und „Reliquien“. In Mitten des „Krieg der Städte“ erzählt der neuseeländische Regisseur die Geschichte des Londoners Tom Natsworthy (Robert Sheehan) sowie der  Ödländerin Hester Shaw (Hera Hilmar), welcher ihn aus gewohnten Bahnen in eine Welt des Widerstands gegen Londons Herrscher Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) reist.
Mehr wird an dieser Stelle an noch nicht verraten, denn für meinen Geschmack zeigt der Trailer bereits fast ein wenig zu viel über Story sowie Wendepunkte der Geschichte.

Dass erfolgreiche Buchvorlagen nicht unbedingt ein Garant für gelungene Buchadaptionen sein müssen, bewies uns 2017 Nikolaj Arcels Verfilmung von The Dark Tower. Ob Jacksons und  Rivers Verfilmung des Mortal Engines seiner Vorlage gerecht wird, wird allen begeisterten Kinobesuchern, ganz vorn unter ihnen meine Person, leider frühestens ab 13. Dezember dieses Jahres offenbart werden. Was der Trailer bereits heute schon garantiert ist ein Augenschmaus und eine Bildgewalt, welche den großzügigen Einsatz von CGI schnell vergessen lässt sowie einen nicht minder imposanten Soundtrack.

Hier geht´s zum Trailer


Getrunken: Steam Brew – German Red

Ich stehe an der Lidl-Kasse und warte. Ein paar Kinder hinter mir streiten sich und mein Blick fällt auf ihre Disney-Frozen-Rucksäcke. „Tztztz.“, denke ich bei mir. „Wie kann man etwas kaufen nur, weil ein windiger Leiter einer Merchandise-Abteilung, die Idee hatte, er könnte weit mehr Rucksäcke verkaufen, wenn er die Hauptfigur von eines Disney-Erfolges auf seine billigen Plastikrucksäcke drucken lässt. „Aber eigentlich sind ja die Käufer selbst schuld, wenn sie sich so einfach manipulieren lassen.“, denke ich mir und lege die Dose Steam Brew auf das Laufband.

Bereits seit Wochen dominierte das Supermarktdosenbier mit den Steampunkmotiven die Genreforen. Während die Hälfte der Forenbesucher Fotos des Turms aus Dosen postete, häuften sich kritische Stimmen zu der Frage: Was zum Himmel hat Dosenbier mit Steampunk zu tun. Eine philosophische Frage, welche sicher nur die Hersteller der Star Wars Frühstücksflocken beantworten können und muss am Ende wohl jeder für sich entscheiden. Was ich dazu sagen kann: Sie sind schon hübsch. Und manchmal reicht das aus, um neugierig in das Regal des Discounters zu greifen und zu sagen: Warum eigentlich nicht?

Für 69 Cent pro 0,5 Liter Dose bietet die Eichbaum Privatbrauerei aus Mannheim, welche sich hinter Steam Brew verbirgt, drei verschiedene Craft Biere zum Kauf an. Meine Wahl fiel auf das sogenannte „German Red“. „Let´s oil the gears of life“ fordert mich die im Design sehr gelungene Dose auf, welche eine Dame mit Zylinder und  Googles, diese dürfen des Klischee halber nicht fehlen, zeigt umgeben von einer sehr detailierten in Messing und Kuper gestalteten Dampfmaschinenkonstruktion auf rotem Hintergrund. Das Design beweist, dass Steampunk selbst als reine Marke mehr sein kann als ein paar lieblos verstreute Zahnräder, was mich sehr freut.

Ich öffne die Dose und nehme einen Schluck. Und muss mir eingestehen: Nun… die Dose ist aber echt hübsch… Was das Craft Beer betrifft so bin ich weniger beeindruckt, erinnert mich der Geschmack doch eigentlich nur an ein durchschnittliches sehr mildes Pilz.

Mein Fazit: Steam Brew ist sicher eine nette kleine Aufmerksamkeit oder etwas für den Sammler und Liebhaber von schön gestaltetem Steampunkprintdesign. Mein neues Lieblingsbier wird es wohl nicht werden.


Gekauft: Harley Benton BJU-15Pro Banjo Ukulele – Ein Traum in Messing

Bereits schon seit längerem bin ich begeisterter Ukulelenspieler. Ein Instrument, welches vielleicht nicht unbedingt mit dem von uns so geliebten Genre mögliche Überschneidungen bietet. Dies dachte ich auch, bis ich der in Ahorn und Messing gefassten Schönheit aus dem Hause Harley Benton begegnete. Ob die Banjo Ukulele Harley Benton BJU-15Pro den Amateur-Wohnzimmer-Klampfer nicht auf dem Rücken geschnallt eine gute Figur machen lässt, sondern auch klanglich etwas zu bieten weiß, werde ich wohl leider erst nach Veröffentlichung dieses Beitrags erfahren, wenn das ersehnte Postpaket bei mir eintrifft.

Harley Benton BJU-15Pro,
©Thomann GmbH

Nächste Woche berichtet Effi Elster von ihren GGG