GGG: Timeless – Aether Agenten – Tales of Nebelheym

GGG steht für „Gesehen, Gelesen, Gehört“ und soll euch einen kleinen Einblick gewähren, wo sich unsere Autoren privat  so rumtreiben. Immer Montags wird hier von den „G“s berichtet, wobei diese auch gegen „Gefunden, Gespielt, Genäht“ oder ähnliches ausgetauscht werden können. Die hier wiedergegeben Meinungen spiegeln ausschließlich die der Autoren wieder und entsprechen nicht zwangsläufig denen der Redaktion.

Diese Woche: Fräulein Claras Gesehen – Gelesen – Gehört


Timeless – Logo © Sony Pictures Television (Fair Use)

GESEHEN: Timeless

Seit Freitag schaue ich mir „Timeless“ auf Netflix an und bin fast mit der ersten Staffel durch, was schon einiges über das Suchtpotential aussagt. Angefangen hatte ich, weil das Promobild auf Netflix auf eine Kostümserie irgendwo im 19. Jahrhundert hoffen ließ, was allerdings nicht ganz zutraf, wie ich schnell festgestellt habe. Stattdessen jagt ein Team aus Geschichtsprofessorin Lucy Preston, Soldat Wyatt Logan und Ingenieur Rufus Carlin den flüchtigen Dieb Garcia Flynn. Und er hat nicht irgendetwas gestohlen; nein, das Diebesgut ist eine Zeitmaschine und so geht die wilde Jagd durch die Jahrhunderte, denn Gott sei dank steht dem Verfolgerteam noch der Prototyp zur Verfügung. Unterwegs treffen die Protagonisten verschiedenste Größen der (amerikanischen) Geschichte und müssen versuchen die historischen Ereignisse vor Veränderung zu retten.

Ausgestattet werden sie vor jeder Reise mit der passenden historischen Kleidung aus dem riesigen Fundus der Forschungseinrichtung und so kommt der geneigte Kostümserienschauer (wie ich) doch noch auf seine Kosten, inklusive einiger bissiger Bemerkungen über die nicht ganz passenden Details von Lucy Preston. Überhaupt nimmt die Serie sich zumindest zu Beginn an einigen Stellen nicht allzu ernst und so sind immer ein paar nette Details versteckt, die mindestens für einen Schmunzler sorgen.

Definitiv eine Empfehlung von mir für eine nette Abendunterhaltung (oder wie bei mir beim Nähen). Nicht übermäßig viel Tiefgang, aber auch keine völlig flachen Charaktere. Der Storyarc hält auch über die Episoden hinaus und die Einblicke in die (meist amerikanische) Geschichte sind spannend inszeniert.

(Achtung: Die Serie hat weder was mit Gail Carringers gleichnamigen Roman, noch mit dem von Armand Baltazar zu tun.)


Cover © Edition Roter Drache 2015

GELESEN: Tanja Schierding: Aether Agenten. Das Erwachen

Ich habe leider viel zu lange kein Buch mehr gelesen (das letzte tatsächlich im Januar, Schande auf mein Haupt), aber als der Plan stand, das GGG wieder aufleben zu lassen, habe ich mir das erstbeste von meinem „Zu-Lesen“ Stapel gekrallt und angefangen.

Aether Agenten spielt, wie der Name schon sagt, in der Aetherwelt, also der Welt, die wir aus den Romanen von Anja Bagus bereits kennen. (Wer diese noch nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen, Anja Bagus ist eine der umtriebigsten deutschen Steampunk Autorinnen.)
Diesmal befinden wir uns jedoch nicht im Deutschland der Kaiserzeit, sondern einmal über den Teich in England, wo der junge Gregory einem Unfall zum Opfer fällt und mit Aether in Berührung kommt. Seine Eltern können mit seiner Veränderung nicht umgehen und verstoßen ihn, sodass er statt seinem behüteten Leben nun sehen muss, wie er klarkommt.
Ich bin noch nicht so sehr weit, daher kann ich auch noch nicht viel zum Buch sagen, eines steht für mich aber schon fest: Tanja Schierdings Schreibstil gefällt mir sehr gut und die Aetherwelt bietet so viel Platz für eigene Ideen, dass es nur natürlich ist, dort weitere Autoren ihr Unwesen treiben zu lassen. (Eine vollständige Rezension findet ihr übrigends hier.)


CD Cover „Chapter Two. The way ahead“ © 2017 Tales of Nebelheym / Pangalactic Records

GEHÖRT: Tales of Nebelheym: “Chapter 2 – The way ahead”

Seit dem Aethercircus in Buxtehude läuft im Auto bei mir wieder Tales of Nebelheym in Dauerschleife (die Jungs hatten auf dem Festival mehrfach gespielt.) Chapter 2 – The way ahead ist, wie der Name schon vermuten lässt, die zweite CD, deren Geschichten in Nebelheym spielen. Über Chapter 1 hat John Copper zum damaligen Release eine Rezension geschrieben und Chapter 2, die seit Winter vergangenen Jahres erhältlich ist, schließt für mich dort nahtlos an.

Zu hören sind die Geschichten der Menschen, die der Wanderer auf seiner Reise durch Nebelheym trifft. Das Instrumentarium ist weitestgehend akustisch und der Sound lässt sich vielleicht am besten damit beschreiben, dass sie auf dem Aethercircus im Irish Pub „Rebels Choice“ einfach perfekt aufgehoben waren. Lediglich das Setting der Lieder sind nicht die irischen Wiesen, sondern eben das fiktive Nebelheym, in dem die Dampfkraft erst seit kurzem Einzug gehalten hat.

Unbedingt reinhören!


Nächste Woche berichtet Captain Serenus von seinen GGG