Stimmen zum 2. Steampunk Jahrmarkt

Steampunk_Jahrmarkt

Da unser Gastreporter Thorsten Armbrüster, der für uns vom 2. Steampunk Jahrmarkt berichtete, zum ersten Mal dort war und so keinen Vergleich zum Vorjahr hatte, haben wir uns noch ein bisschen umgehört und ein paar (kritische) Meinungen eingeholt, die wir hier wieder geben möchten:
(Disclaimer: Die hier wiedergegebenen Statements entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung der Autoren des Clockworkers.)

Sch.:

Der zweite Steampunk Jahrmarkt war großartig. Die Kritiken vom vergangenen Jahr wurden ernst genommen und gut umgesetzt. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, mit wie viel Liebe und Enthusiasmus hier von Seiten der Schausteller die alten Karussells in Schuss gehalten und bedient werden. Wir hatten wieder riesig viel Spaß beim diesjährigen Steampunk Jahrmarkt in Bochum und freuen uns schon jetzt auf den nächsten, der hoffentlich kommen wird.

B.:

Wir waren auf dem diesjährigen Steampunk Jahrmarkt zu dritt. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und das Kinder ab einer Größe von 80cm den Kinderbetrag zahlen sollten fand ich schon happig (80cm hat ein grosses Baby mit 12-13 Monaten). Für den angehobenen Preis bekam man dieses Jahr aber auch einen ganzen Tag, anstatt nur einen Abend die Möglichkeit ganz viel Karusell zu fahren.
Selbst unsere kleine Tochter hatte sehr viel Spass auf dem Kinder- und dem Pferdekarusell (mehr durfte sie leider nicht nutzen, da die meisten Fahrgeschäfte ab 6 oder 8 Jahren waren). Auch gab es in diesem Jahr im Foyer zusätzliche Verkaufsstände.

Was mir etwas gefehlt hat waren einige Steampunk Gruppen, die man von anderen Events her kennt. Die Hauptaktraktion waren die vielfältig gestylten Besucher. Zu der Band kann ich nichts sagen, da wir deutlich vorher wieder gefahren sind, aber ich fänd keine Band und dafür wieder ein geringerer Eintrittspreis hätte was.

Im Grossen und Ganzen war es eine schöne Veranstaltung, die Kritikpunkte vom Vorjahr wurden größtenteils sehr gut umgesetzt.

J.:

An sich ein schönes Festival, preislich gesehen aber doch sehr happig, da das Festival vorallem von seinen Besuchern lebt. Musikalisch und unterhaltungstechnisch kam für 20 Euro vom Veranstalter nichts. Die dargebotene Ware war teuer. Was ok ist, wenn man auch einen Bankautomaten anbieten würde. Die Szene feiert sich selbst, ohne die RP Szene. Alles in allem fehlt der Veranstaltung die Seele, da kann man auch nach Phantasialand gehen, nur das die ausgefallenen Figuren dafür bezahlt werden.

Q.:

Mir hat der Jahrmarkt sowohl 2015, als auch 2016 gut gefallen. Natürlich war 2015 nicht perfekt, war ja auch erst mal ein Versuch, die Veranstaltung zu etablieren. Kritikpunkte von 2015 z. B. zu wenig Essen- und Getränkestände wurden 2016 besser umgesetzt. Habe aber dieses Jahr ein paar Gruppen, wie z. B.die Steampunk-Expeditionsgesellschaft vermisst.

P.:

Über die Organisation des Jahrmarktes lässt sich eigentlich nur Gutes sagen. Die Veranstalter hatten sich die Kritikpunkte des Vorjahres zu Herzen genommen, und verschiedene Verbesserungen vorgenommen. So war das Angebot an Getränken und Speisen in diesem Jahr deutlich erweitert, auch die Zahl der Verpflegungsstände insgesamt war größer. Deutlich mehr Platz zwischen den Ständen und den Attraktionen und Fahrgeschäften machte das Flanieren und Vorankommen deutlich einfacher, es gab wesentlich mehr Raum zum Gehen und Sehen. Mehr Stände als bisher waren im Foyer. Die Anzahl der Stände war größer als im Jahr zuvor, das Angebot war sehr reichhaltig.

Wieder waren viele Maker mit interessanten Ausstellungsstücken dabei, auch einmal aus andern Regionen wie Baden-Württemberg. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Einige bekannte Steampunkgrößen fehlten in diesem Jahr. Gerade lokale Aussteller wie die bekannte Autorin Anja Bagus mit dem Amt für Aetherangelegenheiten, die Wupperdampf-Laboratorien oder die Steampunk-Expeditionsgesellschaft waren leider nicht vertreten. Die Beschilderung des Foyers hätte besser sein können. Es gab zwei unerschiedliche Kassen, eine Tageskasse und eine, an der man vorbezahlte Tickets gegen Armbändchen eintauschen konnte. Leider waren sie nicht gut erkennbar beschrifet, so dass einige sich am falschen Schalter anstellten. Gut gelungen war das Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik des Monokelpop-Sängers Daniel Malheur aus Berlin oder der italienischen Steampunk-Rockband Poison Garden. Die Bühne war jedoch direkt neben dem „Selbstfahrer“ ungeschickt platziert, so dass nur eine kleine Zuschauermenge davor Platz hatte. Insgesamt war es ein gelungener Jahrmarkt, und ein Besuch im nächsten Jahr ist wärmstens angeraten.

Wir danken den Herrschaften für ihre Meinungen.

Wie habt ihr den Jahrmarkt erlebt? Was hat euch gut, was weniger gut gefallen? Teilt uns eure Meinung gerne mit!