TV-Tipp: Die Welt am Draht

Der deutsche SF-Klassiker aus dem Jahr 1973 unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder wird am Freitag 8.6 von arte gezeigt. Es ist die 2010 restaurierte Fassung des zweiteiligen Fernsehfilm, über eine künstliche Welt und die Frage, was ist wirklich real.

Nachdem Professor Vollmer unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird Fred Stiller sein Nachfolger als Leiter des „Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung“ (IKZ). Überzeugt davon, dass Vollmers Tod kein Unfall war, stellt Stiller eigene Nachforschungen an. Er findet heraus, dass das IKZ unter der Verantwortung seines obersten Chefs Herbert Siskins mittels des Supercomputers „Simulacron 1“ eine künstliche Welt erschaffen hat. Die scheinbare Wirklichkeit wird von einer Überzivilisation, der Siskins angehört, nur simuliert. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen der Zukunft können dadurch genau vorausgesagt werden.
Die darin lebenden „Simulationseinheiten“ ahnen jedoch nichts von ihrer virtuellen Existenz. Bis auf Eingeweihte wie jene Person mit dem Decknamen „Einstein“, der schließlich der Sprung von einer Wirklichkeitsebene in die nächsthöhere gelingt. Als Stiller diese Lücke im System und Einsteins Anwesenheit in seiner Umgebung aufdeckt, stellt sich ihm die erschreckende Frage, ob er nicht auch nur Teil einer Simulation ist. Und ob Professor Vollmer nicht ausgeschaltet wurde, weil er genau darüber zu viel wusste.