Berichterstattung: Coalescaremonium 2015

CSM3_Folder_page1Vergangenen Samstag fand in der alten Abtei von Bouche à Oreille in Brüssel die dritte Ausgabe des Coalescaremonium unter dem Thema „Industrial Decadence“ statt.

Ein dunkelbuntes Programm erwartete die Besucher, die sich herausgeputzt hatten für den Anlass. Ausgefallene Garderobe war zwar kein muss, aber viele nutzen die Chance um zu zeigen, was der Kleiderschrank so hergab.


Weit weniger Kleidung gab es im ersten Programmpunkt im Hauptsaal der Location: Die Mädels von Candy Coated Circus zeigten was Burlesque alles zu bieten hat.


Im Laufe des Abends gaben sich auf der Bühne Herrschaft und schwarzblut die Ehre, bevor es mit DJ SiSen und DJ Alchemy auch hier zum Tanzen überging.

schwarzblut

Die Location selbst bot auf zwei Stockwerken noch weit mehr, als das Bühnenprogramm: In der Kapelle gab es Kunst von Marius Sachtikus, Nocturne Reflet und Fürst der Schatten zu sehen, im Foyer war ein Fotostudio aufgebaut und man konnte neben Kaffee und Tee auch Cupcakes erwerben.


Wer das Tanzbein schwingen wollte, konnte dies das ganze Event über zu verschiedenen DJ-Sets im Danceroom.

Trotz des kühlen Wetters wurde auch der Außenbereich rege genutzt, insbesondere, da dort mit Hamburgern, Cheeseburgern und Veggieburgern für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Bezahlt wurde mit am Eingang erworbener Getränkekarte, sodass es keien Verzögerungen durch Kleingeldsuche gab.
Der Preis von 4€ pro Burger war angesichts der Größe jedoch etwas happig, für eine Veranstaltung dieser Art aber durchaus üblich.
Softdrinks, Säfte und Pils (0,2L) waren für 2€ erhältlich, „Special beer“ und Wein ab 3€.

Insgesamt wurde für den Eintrittspreis von 40€ einiges geboten. Der Veranstaltungsort mitten in Brüssel war Parkplatztechnisch eine Herausforderung. Dieses Problem hatte die Orga aber im Vorfeld durch ein Anfahrtsvideo gelöst, welches den Weg zu einem kostenlosen Parkplatz ein kleines Stück entfernt zeigte.
Ich selbst war beim ersten Auftauchen des Videos skeptisch, warum man so etwas braucht, muss aber sagen, dass ich bei der Hinfahrt dann doch dankbar darüber war, denn so konnte mich die belgische Straßenführung in der Hauptstadt nicht verwirren. Außerdem hätte ich sonst vermutlich auch den Eingang nicht gefunden, dieser wirkte in der Häuserzeile doch etwas unscheinbar.


Sonst gibt es aber nichts zu meckern, auch Punkte, die bei Veranstaltungen häufig Probleme machen, wie saubere Toiletten, Garderobe oder ausreichend Sitzgelegenheiten gaben beim Coalescaremonium keinen Anlass zur Kritik.

Fazit: Eine schöne, durchdachte Veranstaltung, die es verdient größer zu werden. Zielgruppe ist zwar eindeutig ein Gothic Publikum, Steampunks sind aber auch herzlich willkommen.
Und wenn man sich einmal den Namen gemerkt hat, der übrigens von „Coalescent Ceremony“ (~schillernde Zeremonie) kommt, steht einem wunderbaren Abend nichts mehr im Wege.

(Mehr Bilder gibt es hier)