Aether Wochenschau – 350 Jahre Royal Society

Die älteste Wissenschaftsakademie der Welt feiert ihren 350sten Geburtstag, Der Freitag blickt zurück auf eine Geschichte aus Streit, Duellen und Wissenschaft.

Sie nannten sich das „Unsichtbare Kollegium“ und revolutionierten die Forschung in ihrem Land: Mitte des 17. Jahrhunderts zogen zwölf Engländer aus, um eine Grenze zwischen Wissenschaft und Humbug zu ziehen. „Nullius in verba“ – nichts in Worten“ war ihr Credo. Als wissenschaftlich sollte nur noch gelten, was nicht bloß als Vermutung formuliert, sondern durch Experimente bewiesen werden konnte. Die Mitglieder des „Unsichtbaren Kollegiums“ riefen einige Jahre später die Royal Society ins Leben. Die Institution ist eine der ältesten Wissenschaftsakademien: 2010 feiert sie ihr 350-jähriges Bestehen.

Beyond Victoriana stellt die Künstler Jon Munger and Krista Brennan in einem Interview vor. Ihr gemeinsamer WebComic Virtuoso ist ein interessantes Beispiel für Steampunk außerhalb der eurozentrischen Erzählung. Virtuoso spielt in einem matriachalisch-regierten Afrika mit wunderschönen Art Noveau Zeichnungen.

I’ll be honest with you, I never equated Virtuoso with steampunk while I was writing it. Now it’s pretty obvious that those big brass thumbprints are all over it. Steampunk is really about our ambivalence with technology. Only a dedicated Luddite would honestly think the world is a better place without it, but only a fool would tell you its been an easy road. And when Steampunk gets taken seriously, it’s about re-appropriating technology for street uses–function and form become divorced from intent. Above all things, Virtuoso is about the disruptive nature of technology on hierarchies. It’s about the street finding its own uses, to paraphrase William Gibson.

Kollege Marco von Minds Delight rezensiert „Victorian Undead – Sherlock Holmes vs. Zombies!“

Jetzt hatte ich vor einer Weile “Victorian Zombies – Sherlock Holmes vs. Zombies” in der Hand und vermutete erst einen seichteren Abklatsch von “Stolz und Vorurteil und Zombies”, muss euch aber sagen, dass ich mehrmals mehr als positiv überrascht wurde. Aber der Reihe nach.

DisInformation berichtet über die Sitte der viktorianischen Zeit die zum Teil sehr früh verstorbenen Kinder post mortem zu photographieren. Die Diashow zu diesem Artikel hat eine morbide Faszination.

The Victorians, however, were not so disconnected from death, and a common practice was to have portraits taken of the recently-deceased. In these post-mortem photographs, the dead may appear in coffins, but were also quite frequently arranged among family in lifelike poses. As it was a period of extremely high child mortality, images like the ones in this video were often the only keepsakes 19th century families had by which to remember their short-lived sons and daughters.

Cthulhus Ruf berichtet von dem Buch „Sea and Land“ aus dem Jahr 1889 aus der Feder des Weltenbummlers J. W. Buel.

Battle with the octopus

Kurzmeldungen:

Gail Carrigers erstes Buch aus der Serie „Parasol Protectorate“ Soulless wird in einem Manga umgesetzt.

Die Webseite BoingBoing hatte letzte Woche eine ganze Reihe von interessanten Hinweisen:
Zukunftsvorhersagen aus dem Jahr 1962 für 1975
Alte Farbdosen
Ein Kochbuch aus dem Jahr 1922 für Männer, u.a. mit Rezepten von Harry Houdini

Musikalischer Ausklang

Die großartige Erica Mulkey (aka Unwoman) spielt im Rahmen des PSWED (Play Somewhere Weird Every Day) ein Cover von Michael Jacksons Billie Jean. Ihr Youtube-Kanal ist voll solcher musikalischer Highlights.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Efkx597kGUE&feature=related[/youtube]